Beyond the Mountains of Madness

Die Überfahrt

11.09:
Wie geplant legte unser Schiff, am 11.09, unter der Führung von Kapitän Vredenburgh ab, mit dem Ziel am 20.09 den Panama Kanal und am 12.10 Melbourne zu erreichen.

Zum Zeitvertreib auf der doch recht langen Überfahrt wurden uns verschiedene Kurse zu Weiterbildung angeboten. Ich beispielsweise verbesserte meinem Umgang mit den Schlittenhunden, während andere ihre Zeit damit verschwendeten, Mr. Starkweather, James dabei zu zusehen, wie er wertvolles Dynamit ins Meer warf.

Langsam schleppten sich diese ereignislosen Tage dahin, bis wir am 20.09 den Panama Kanal durchquerten. Die 5 Tage Vorsprung welche die Lexington Expedition bereits hatte, konnte von uns, zur Frustration von Mr. Starkweather, nicht weiter aufgeholt werden.

Und so ging unsere Fahrt weiter. Obwohl sich an der Situation an Bord nichts änderte, verhielt sich die Crew mit jedem Tag seltsamer und zurück haltender, je näher wir dem Äquator kamen. Es wurde nicht getrunken und kaum gelacht, an Bord machte sich eine äußerst angespannte Stimmung breit.

24.09:
Es war später Abend als plötzlich die Maschinen des Schiffes aus geschaltet wurden und das Nebelhorn drei mal geblasen wurde. Die Meisten von uns liefen an Deck, um zu sehen was dort vor sich ging und dort sahen wir, wie die Suchscheinwerfer auf den Bug des Schiffes gerichtet wurden und mehrere, mit Seetang behangene Gestalten, an Bord des Schiffes kamen.
Scheinbar war dies sowohl für den Captain als auch für die Crew keine Überraschung und so wurden die Neuankömmling, als die Gefolgschaft König Neptuns vorgestellt, in Begleitung des Königs selbst und dessen Tochter.
Natürlich handelte es sich bei dieser erlesenen Gesselschaft um nichts andres als betrunkene Manschaftsmitglieder, aber wir gönnten ihnen ihren Spass und gingen unter Deck und überliesen sie ihrer Feier. Morgen früh sollte unser Teil, eine Art feierliche Äquatortaufe, statt finden.

25.09:
Da die Maschinen immer noch still standen, bis dieser Brauch der Seeleute abgehandelt war, liesen wir diese lächerliche Taufe über uns ergehen, die aus einer Reihe verschiedener alberner Folterungen und Demütigungen bestanden.
Natürlich erlaubten sich die betrunkenen Seeleute ihre Spässe nicht mit mir, lies die zeremonielle Taufe jedoch, als Zeichen meines guten Willens und Mannschaftsgeistes, über mich ergehen.
Die Dinge die meinen Kollegen allerdings wiederfuhren, grenzenten schon an Folter (für mehr Details lesen sie mein Buch “Gräultaten am Äquator”).

Doch dann wurden die Feierlichkeiten plötzlich unterbrochen als ein Mannschaftsmitglied fest stelle, das eines der Kühlrohre defekt und Kühlflüssigkeit ausgelaufen war.
Dies bedeutet das alle verderblichen Lebensmittel, so schnell wie möglich zubereitet werden musste.
Die nächsten Tage gab es nur Festtagsessen, doch danach sollte eine Durststrecke folgen.

Wir sahen uns das beschädigte Kühlaggregat genauer an und stellten fest, dasss es bereits vor einigigen Stunden ausgefallen war und Säurespuren auf einem der Rohre, auf Sabotage hin wies.
Diese Informationen behielten wir allerdings erstmal unter Verschluss, da Mr Starkweather sowieso schon wieder einen seiner berühmten Wutanfälle hatte und dem Kapitän nicht erlaubte, einen neuen Hafen, zum Vorräte auffüllen, an zu steuern.

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andreasosterroth andreasosterroth

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